Von Deutschland ins Cowboy Country
Natascha Birovljev wuchs in Deutschland auf, lebt aber seit über 20 Jahren auf einer kleinen Ranch in der kanadischen Provinz Alberta – zusammen mit drei Pferden und zwei Hundemädchen. Nach ihrem Magister in Religionswissenschaft und Germanistik führte sie fünf Jahre lang Touristen zu Pferd durch die Rocky Mountains, bevor sie selbst zur Schreiberin wurde: 2017 erschien ihr Debütroman „Schattenpferde der Rocky Mountains“ im Selfpublishing, seit 2019 gibt sie ihr Wissen zudem als Schreibcoach bei „Die Romanschule“ weiter.
Wie im Kino
Als Plotterin schreibt sie mit einem semi-festen Plan, hört bei ihrer Rohfassung aber stets nach einer festgelegten Seitenzahl auf – und weiß dann meist schon genau, wie es am nächsten Tag weitergeht. Die nächste Szene stellt sie sich dabei wie einen kleinen Kinofilm vor, auf den sie sich freut, bevor sie ihn zu Papier bringt. Am schwersten fällt ihr trotzdem das Schreiben der Rohfassung selbst.
Liebe fängt leise an
Ihre Liebesromane erzählen bewusst nicht dort, wo zwei Menschen sich finden, sondern dort, wo sie den Mut aufbringen, sich selbst ehrlich zu begegnen – so beschreibt Natascha Birovljev ihr Genre. Inspiration liefert ihr dabei täglich das echte Cowboy Country vor der Haustür: Rancher als Nachbarn, Rodeos im Sommer, die raue Schönheit der Wildnis. Besonders am Herzen liegt ihr dritter Roman „Der Schattengrizzly der Rocky Mountains“ – mit einer Szene, die ihr noch heute kurz den Atem nimmt.
Zimtbrötchen, Pumaspuren und der Sattel
Bevor sie Autorin wurde, verkaufte Natascha Birovljev in einem kanadischen Tante-Emma-Laden mit angeschlossenem Campingplatz nahezu alles, buk Zimtbrötchen und entdeckte morgens vor Ladenöffnung im Winter regelmäßig Pumaspuren im Schnee. Ihr schreibfremdestes Talent: nach zwölf Stunden im Westernsattel immer noch lächeln können – ob das ein echtes Talent ist, überlässt sie lieber anderen zur Beurteilung.
Gummistiefel statt High Heels
Auch sonst hält sie ein paar schöne Widersprüche bereit: Sie besitzt kein Bügeleisen, dafür deutlich mehr Gummistiefel als Ausgehschuhe, und in Stöckelschuhen kommt sie keinen Schritt weit. Beim Schreiben läuft bei ihr übrigens am liebsten „Die drei ???“ – und sie schafft es tatsächlich, dabei an ihren Romanen weiterzuschreiben. Wenn das kein Multitasking ist!




