Anna Carlé

Vom Redaktionsalltag zur Schreibcoachin: Anna Carlé kämpfte sich mit ihrem Debüt trotz aller Zweifel in Buchhandlung und Zeitung – und träumt nebenbei vom Sitzrasenmäher-Führerschein.

Vom Münsterland ans badische Ufer

Anna Carlé ist in einem Dorf im Münsterland aufgewachsen und lebt heute mit ihrer Familie in Südbaden. Beruflich ist sie ausgebildete Tageszeitungsredakteurin, Lektorin für Belletristik und Buchcoach – mehr als 20 Jahre hat sie in Redaktionen gearbeitet, bevor sie sich ganz dem belletristischen Schreiben und der Begleitung anderer Autor*innen widmete.

Vom Kurzgeschichten-Debüt zur Schreibcoachin

Geschrieben hat sie schon für die Abizeitung und während ihres Romanistik- und Psychologiestudiums für Tageszeitungen. Seit 2012 veröffentlicht sie Kurzgeschichten, machte anschließend eine Ausbildung zur Romanautorin und ist seit 2021 selbst als Schreibcoach und Lektorin tätig – ihr Brotjob dreht sich also längst genauso ums Schreiben wie ihre Leidenschaft.

Milchschaum, Cafégeräusche und ein treuer Vierbeiner

Geschrieben wird bei ihr am liebsten mit viel Kaffee, idealerweise mit fluffigem Milchschaum – im Café mit leisem Geräuschpegel und klirrenden Tassen, aber auch im heimischen Büro, wo der Familienhund treu neben ihr liegt und sie zwischendurch schon mal anstupst. Kein Wunder, dass in fast jeder ihrer Geschichten jemand vorkommt, der zu viel Milchkaffee trinkt.

Der Leuchtturm, der fast nicht leuchtete

2024 erschien ihr Debütroman „Leuchtturm der vergessenen Wünsche“ im Selfpublishing – die Geschichte wäre beinahe nie erschienen, doch sie hielt trotz aller Widrigkeiten daran fest und schaffte es damit auf Anhieb in Buchhandlung und Zeitung, obwohl man ihr sagte, das gehe als Selfpublisherin nicht. Ihre Geschichten spielen dabei gern am Wasser – die Seefahrer-Anekdoten ihres Großvaters haben sie schon als Kind fasziniert.

Zehen-Talent und Parkplatz-Amnesie

Ihr größtes fachfremdes Talent: Sie kann mit den Zehen Dinge vom Boden aufheben. Parkplätze merkt sie sich dagegen überhaupt nicht – in Nizza suchte sie einmal anderthalb Stunden ihr Auto in der Altstadt, in Straßburg sogar im falschen Parkhaus. In fremden Städten fotografiert sie inzwischen vorsichtshalber, wo sie geparkt hat.

Wörterbücher und Sitzrasenmäher

Ihr Lieblingsfach in der Schule war Französisch – sie las sogar Wörterbücher vorm Einschlafen, weil sie ihrem Urlaubsschwarm, natürlich ein Franzose, unbedingt Briefe schreiben wollte. Auf ihrer Bucketlist steht heute trotzdem etwas ganz anderes: einmal Sitzrasenmäher fahren – warum genau, weiß sie selbst nicht, aber sie findet die Dinger einfach cool.

Veröffentlichte Hörbücher

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