Köln, Dachgeschoss und eine fehlende Katze
Sybille Statz ist in Köln aufgewachsen und lebt bis heute dort, in einer gemütlichen Dachgeschosswohnung – die mit einer Katze, wie sie selbst zugibt, sicher noch gemütlicher wäre. Ihr Herz gewinnt man am schnellsten mit Pfotenabdrücken im Schnee, mexikanischem Essen oder einem Kinobesuch: Wenn sie mal nicht erreichbar ist, sitzt sie höchstwahrscheinlich in ihrem zweiten Zuhause, dem Kino.
„Natürlich blond“ hat sie zur Juristin gemacht
Beruflich ist sie Volljuristin und arbeitet für eine Gerichtsshow im Fernsehen – studiert hat sie Jura übrigens nur wegen des Films „Natürlich blond“, wie sie freimütig zugibt.
Zimtschnecke, Kaffee und Malcolm mittendrin
Ihr liebster Schreibmoment: Samstagmorgen, während die Waschmaschine läuft, mit schwarzem Kaffee und einer Zimtschnecke auf der Couch, „Malcolm mittendrin“ meist im Hintergrund. Zum Schreiben kam sie nach dem Abitur, als sie merkte, wie gut es sich anfühlt, in eine selbst erschaffene Welt abzutauchen – eine formale Ausbildung dafür hat sie nie gemacht, sie ist komplett Autodidaktin.
Eine Taube mit Fensterblick
Einmal flog beim Schreiben eine Taube mitten durchs offene Fenster in ihr Wohnzimmer – lustig fand das im Nachhinein betrachtet keiner von beiden: Der Taube war der Raum zu klein, und ihr eigenes Herz flatterte bis zum Einbruch der Dämmerung mindestens genauso wild.
Verschlimmbessern als Prinzip
Der schwerste Teil des Schreibprozesses ist für sie das Loslassen – sie sei ein begeisterter Fan des „Verschlimmbesserns“, wie sie selbst zugibt, wofür laut eigener Aussage etliche Fotos selbstgeschnittener Ponys als Beweis dienen.
Nachbeben und Falling for Halloween
2021 erschien ihr Debütroman „Nachbeben: Oder gehört das ganze Leben in die Änderungsschneiderei?“ im Franzius Verlag. Am meisten bedeutet ihr aber „Falling for Halloween“, ihr nostalgischstes Buch: 90er-Jahre, Kleinstadt, Videothek, Halloween und missverstandene Teenager – Rezensent*innen verglichen die Atmosphäre mit den Büchern von R.L. Stine, für sie ein riesiges Kompliment.
Filmzitate und New York Cheesecake
Zu ihren fachfremden Talenten zählt sie das Um-sich-Werfen mit Filmzitaten und das Backen von New-York-Cheesecake. Am liebsten wäre sie ihre eigene Figur Bailey Wood – dann dürfte sie mit ihrem besten Freund in einer Videothek arbeiten und die 90er noch einmal erleben.


