Niederbayern, Regensburg und drei Berufe
Sabine Rädisch ist am Rand des Bayerischen Waldes in Niederbayern aufgewachsen und lebt schon lange in Regensburg – einer Stadt, die für sie nie langweilig wird. Beruflich ist sie gleich dreifach unterwegs: als Bauingenieurin, Schreibpädagogin und Autorin. Teilzeit arbeitet sie als Bauingenieurin, außerdem unterrichtet sie Kreatives Schreiben in Museen und unter freiem Himmel.
Der Traktor, der sich selbständig machte
Ihre erste veröffentlichte Geschichte, „Ein Traktor macht sich selbständig“, erschien, als sie zwölf war – im Landwirtschaftlichen Wochenblatt. Das eigentliche Schreibhandwerk lernte sie später im Fernstudium und in Schreibgruppen, die sie inzwischen selbst leitet.
Brot, Bitterschokolade und ein Stipendium in Pécs
2016 erschien ihr Debüt, der Regensburg-Liebesroman „Brot und Bitterschokolade“, bei einem kleinen Verlag – fantastisch, wie sie sagt: Lesungen, Interviews, alle klassischen Stationen einer Verlagsveröffentlichung. Im selben Jahr erhielt sie ein Aufenthaltsstipendium des Oberpfälzer Künstlerhauses im südungarischen Pécs.
Katze, Notizbuch und Schreibwerkstatt
Geschrieben wird meist in ihrer kleinen Schreibwerkstatt, wo zwischendurch ein Plausch mit der Vermieterin oder eine Streicheleinheit für die dort wohnende Katze dazugehört – ihr Notizbuch für Gedichte, Tagebucheinträge und Ideen hat sie dabei immer griffbereit, Romane tippt sie dann am Laptop. Manchmal erwischt sie sich dabei, wie sie fremde Menschen auf der Straße sieht und denkt: Ach, das ist sie jetzt – meine Hauptfigur.
Schreiben heißt sich selber lesen
Woher ihre Ideen kommen, weiß sie selbst nicht genau – sie entspringen dem Unbewussten, erklärt sie, die eigentlich spannende Frage sei ohnehin eher, wie sie dort wieder herankommt. Oft merkt sie erst Jahre später, wer oder was sie zu einer Geschichte inspiriert hat – ganz nach dem Zitat von Max Frisch: „Schreiben heißt sich selber lesen.“
CD-ROMs kleben
Zwischen Studium und erster Festanstellung jobbte sie in einer Druckerei, wo sie CD-ROMs in Bücher einkleben musste – ihr allererster Kontakt mit dem Verlagswesen.



