Graz, Hündin und ein Vollzeitjob nebenbei
Josefine James lebt mit ihrer Partnerin und dem gemeinsamen Australian Shepherd in Graz. Vollzeit arbeitet sie neben dem Schreiben – was sich vor allem auf ihren Schlaf auswirkt, denn nach Feierabend wird oft bis tief in die Nacht weitergeschrieben. Richtig los ging es 2021, als sie durch Corona plötzlich viel Zeit hatte: Ihr Debüt „Macks – The Color of Music“, ein sapphischer Musikroman, erschien 2024 im Selfpublishing – inzwischen, nur zwei Jahre später, erscheint bereits ihr fünftes Buch.
Nachts, wenn die Muse kommt
Am liebsten schreibt Josefine James, wenn es dunkel ist: im Sommer mit Noise-Cancelling-Kopfhörern im Garten, im Winter im Büro – stets bewacht von ihrer Hündin, die längst zum festen Bestandteil ihres Schreiballtags geworden ist. Wie sehr sie dabei die Zeit vergisst, merkt sie meist erst, wenn sie zufällig auf die Uhr schaut und es plötzlich fünf Uhr morgens ist. Aufhören und schlafen gehen ist für sie entsprechend der schwierigste Teil des Schreibprozesses.
40 Tage bis zum Manuskript
Einen festen Plot verfolgt sie dabei selten – ihre Charaktere entwickeln zuverlässig ein Eigenleben, und sie lässt sich einfach darauf ein. Ihr letztes Buch schrieb sie im Rahmen einer Schreibchallenge in nur 40 Tagen, von der ersten Idee bis zum fertigen Manuskript. Einmal hat sie dabei sogar versehentlich eine Figur umgebracht – ungeplant, aber am Ende passte es perfekt zur Geschichte.
Hauptsache queer
Ihre Ideen entstehen meist beim Musikhören, wenn sie Songtexte analysiert und ihr Kopf beginnt, Geschichten dazu zu spinnen. Auf ein Genre möchte sich Josefine James dabei nicht festlegen – New Adult, Romance, Historical Fiction, Hauptsache queer. Ihr großes literarisches Vorbild ist Taylor Jenkins Reid, deren Roman „Atmosphere“ sie zuletzt emotional völlig zerstört hat – und genau das mag sie: ein gutes Ende lieber als ein Happy End.

